Zum siebten Mal traf sich die landesweite Dialogrunde „Berlin im Dialog“ auf Einladung des Mobilen Beratungsteams »Ostkreuz« für Demokratieentwicklung, Menschenrechte und Integration der Stiftung SPI mit seinem Teilprojekt PRO-AKTIV
am 28. Juni 2010 in den Räumen der Sehitlik-Moschee am Columbiadamm. Nachdem in der voran gegangene Runde die Frage erörtert wurde, ob und in welcher Form berechtigte Islamkritik geäußert werden kann, konzentrierte sich diese Sitzung auf das Phänomen der Islamfeindlichkeit.
Als Referentin konnte Frau Yasemin Shooman vom Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin gewonnen werden. Frau Shooman gab während ihres Vortrags einen Überblick über das Phänomen der Islamfeindlichkeit bzw. des antimuslimischen Rassismus und skizzierte verbreitete anti-muslimische Stereotype und Argumentationsmuster. Bei ihren Untersuchungen islamfeindlicher Diskurse greift Frau Shoomann auf die bewährten Methoden und Instrumentarien der Vorurteils- und Rassismusforschung des Zentrums für Antisemitismusforschung zurück. In diesem Zusammenhang spricht sie auch von antimuslimischem Rassismus. Dabei unterstrich sie, dass Rassismus in diesem Kontext nicht als biologistisches Verständnis von Unterschieden zwischen Menschen verstanden werden könne, sondern als Konstruktion einer historisch gewachsenen und somit unausweichlichen Differenz und Hierarchie der Kulturen, wobei diese als unwandelbar und statisch betrachtet würden. Wesentlich für einen antimuslimischen Rassismus sei die Konstruktion einer grundsätzlichen Dichotomie zwischen der „westlichen“,„christlich-abendländischen“ und einer vermeintlichen „islamischen“ Kultur, die einander gegenüberstehen und als unvereinbar angesehen werden.
Neben der theoretischen Einbettung der Analyse von Islamfeindlichkeit in den Rassismusdiskurs stellte Frau Shooman die Studie „Der Islam in den Augen der Bevölkerung“ (Linzer Institut für Markt- und Sozialfragen, IMAS International Report Nr. 6 / April 2010) vor. Die Ergebnisse der Studie zeigen deutlich, wie verbreitet Ressentiments gegen Muslime sind und dass die Vorbehalte nicht nur in rechtsextremistischen Kreisen zu finden sind. Vor allem ist festzustellen, dass die Idealisierung des Eigenen häufig mit einer Dämonisierung des Fremden einher geht und die Abwertung des Anderen somit der Aufwertung des Eigenen dient. Darüber hinaus konstatierte Frau Shooman, dass bestehende Ressentiments gegenüber Muslimen auch in seriösen Medien zu beobachten seien und dass oft kulturelle, religiöse und ethnische Kategorien vermischt würden.
Die anschließende Diskussion fokussierte im Wesentlichen folgende Punkte:
Bei der Erstellung von Studien und Untersuchungen und der Frage nach ihrer objektiven Aussagekraft offenbaren sich grundsätzliche Schwierigkeiten vor allem bei der Formulierung der Fragen. Oft sind die Fragen tendenziös und beeinflussen die Beantwortung, beispielsweise wenn bereits in der Fragestellung die Unvereinbarkeit zweier Kulturblöcke impliziert wird. Kritisiert wurde außerdem eine unkritische Umgangsweise mit wissenschaftlichen Ergebnissen, die vor allem von Medien und Politik verkürzt oder missverständlich wiedergegeben würden.
Ein weiterer Diskussionspunkt in der Dialogrunde war die Rolle von vermeintlichen Kronzeug/innen und Expert/innen aus muslimischen Milieus und deren prominente Stellung, die sie im öffentlichen Diskurs einnehmen. Jedoch ist zu fragen, inwieweit diese Personengruppe, deren Lebensgeschichte oft durch negative Erfahrungen mit traditionellen und restriktiven muslimischen Milieus geprägt ist, als Expert/innen für den Islam und das muslimische Leben in Deutschland dienen können. Auch wenn es sich dabei um authentische Stimmen handelt, zeichnen sie unter Umständen ein einseitiges Bild des muslimischen Lebens in Deutschland.
Berlin Im Dialog
Zum sechsten Mal hat das Mobile Beratungsteam »Ostkreuz« für Demokratieentwicklung, Menschenrechte und Integration der Stiftung SPI mit seinem Teilprojekt Pro-aktiv zu einem Treffen der landesweiten Dialogrunde „Berlin im Dialog“ eingeladen. Am Mittwoch, den 28. April um 18 Uhr trafen sich die Teilnehmer/innen der Runde in den Räumen des Interkulturellen Zentrums der evangelischen Genezareth-Gemeinde in Neukölln, um gemeinsam über das Themengebiet „Islamkritik – Islamfeindlichkeit“ zu sprechen.
Zur Einführung gab das Beratungsteam einen Einblick auf die Studie „Deutsch-Türkische Wertewelten“ der Info GmbH und des Liljeberg Research International aus dem Jahr 2009, bei der Einstellungen von Deutschen, Deutsch-Türken und Türken untersucht wurden. Die Studie kam unter anderem zum Ergebnis, dass die Einstellungen vor allem zu tabuisierten Themen wie zu Sexualität und Homosexualität und zum Rollenverständnis von Mann und Frau deutlich divergieren. Darüber hinaus zeigt sich, dass Deutsch-Türken wie Türken im Vergleich zur Untersuchungsgruppe der deutschen Staatsbürger eine deutlich stärker ablehnende Einstellung zu bestimmten Personengruppen und anderen Konfessionen sowie eine traditionellere Vorstellung zum Rollenverständnis von Mann und Frau aufweisen.
Ein zentrales Element in der öffentlichen Debatte um den Islam in der deutschen Gesellschaft ist das Verhältnis von Mann und Frau und damit verbunden die Annahme einer Ungleichbehandlung der Geschlechter in muslimischen Gesellschaften. Vor allem Stichworte wie Geschlechtertrennung, Gewalt gegen Frauen, Zwangsheirat und Ehrenmorde werden als Konfliktfelder wahrgenommen. In jüngster Vergangenheit vermehren sich Auseinandersetzungen um religiöse Symbole und ihre verstärkte Sichtbarwerdung im öffentlichen Raum, wie dem Bau von Moscheen, Minaretten, oder dem Tragen eines Kopftuches und der Burka. Vor allem im Schulalltag zeichnen sich verstärkt Konflikte bei der Einbindung von Religion in den Tagesablauf ab. Dabei geht es vor allem um die Fragen der Befreiung vom Sexualkunde- bzw. Sportunterricht für muslimische Schüler/innen, der Bereitstellung eines Gebetsraums und des Angebots von Religionsunterricht für muslimische Schüler/innen.
Ein weiteres zentrales Element in der kritischen Auseinandersetzung mit dem Islam ist die Frage der Vereinbarkeit von Demokratie und Menschenrechten mit den Glaubensgrundsätzen des Islam. Dabei sind Fragen zur Trennung von Staat und Religion, zur Universalität der Menschenrechte und Gewährung von individuellen Freiheitsrechten zu klären.
Neben den Konfliktfeldern im Kontext von Migration, Integration und Religion werden in der Öffentlichkeit häufig irrationale Ängste und Vorbehalte gegenüber Muslimen und dem Islam formuliert. Der Islam wird als totalitäre Weltanschauung beschrieben: Er sei nicht nur ein Glaube oder ein Bekenntnis, sondern ein System mit totalitärem Anspruch. Die Trennung von Kirche und Staat, die Freiheit des Einzelnen, Meinungs- und Religionsfreiheit seien mit dem Islam nicht vereinbar. Im Gegenteil seien Terror, Ehrenmord, Unterdrückung der Frau und Hass auf Ungläubige wesentliche Merkmale des Islam. Muslime werden aufgefordert, sich deutlicher von Radikalen und Terroristen zu distanzieren und diese in ihre Schranken zu weisen. Muslime seien grundsätzlich nicht in die westliche, säkulare Gesellschaft integrierbar, sondern würden eher die Abgrenzung von Nichtmuslimen und die Einhaltung der Schariagesetze fordern. Insgesamt wird das Szenario einer Islamisierung Europas mit dem Endziel, die gesamte Welt zu islamisieren, heraufbeschworen. In diesem Zusammenhang sei auch die Einwanderung aus muslimischen Ländern zu betrachten, nämlich als dritte muslimische Angriffswelle auf Europa.
Nach der Beschreibung der verschiedenen Konfliktlagen im Zusammenhang mit Migration, Integration und Religion und den Ängsten sowie Vorbehalten gegenüber Muslimen und dem Islam wurde in der anschließenden Diskussion der Frage nachgegangen, ob es überhaupt berechtigte Kritik am Islam geben kann, wie diese aussehen könnte und wo die Grenzen der Kritik liegen.
Eine ausführliche Dokumentation der Dialogrunde wird in Kürze auf dieser Seite erscheinen und somit die eingehenden Diskussionspunkte näher beleuchten.
Dialogreihe Integration und Religion Thema:
Menschenrechte und Religion 08.09.09 im Centrum Judaicum
Am 08.09 2009 fand die vierte landesweite Dialogrunde Integration und Religion im Centrum Judaicum statt. Als Gastreferent konnte der Direktor des Deutschen Instituts für Menschenrechte Prof. Dr. Heiner Bielefeldt gewonnen werden. Professor Heiner Bielefeldt gab einen vertiefenden Einblick in das Thema Menschenrechte und Religion und erörterte mit den Teilnehmer/innen strittige Fragen.
Professor Heiner Bielefeldt folgte in seinem Vortrag drei zentralen Argumentationslinien. Zum ersten stellte er fest, dass die Menschenrechte nicht allein als westliches Produkt zu verstehen sind, sondern vielmehr im Kontext einer weltweit stattfindenden unabgeschlossenen Lern- und Konfliktgeschichte zu sehen sind.
Zum zweiten ist hervorzuheben, dass Menschenrechte Pluralisierung fördern. Sie bewerten jeden Menschen als mit allen Freiheitsrechten, inklusive den religiösen und kulturellen Rechten, ausgestattetes, selbstbestimmtes Individuum. Jedes Individuum verfüge so auch über die Freiheit zur religiösen und kulturellen Vergemeinschaftung, solange problemlose Exit-, bzw. Wechselmöglichkeiten bestehen.
Zum dritten ist festzuhalten, dass es Grenzen von Toleranz gibt, die sich unter anderem durch internationale Normen definieren. Beispielsweise ist Zwangsheirat nicht deshalb illegitim, weil wir uns in Deutschland befinden, sondern weil sie weltweit so zu bewerten ist. Toleranz hat außerdem auch dann seine Grenzen, wenn ein Menschenrecht ein anderes verletzt. Jedoch darf die Diskussion um die Grenzen von Toleranz nicht zu Stigmatisierung führen. Differenzierung ist, so Bielefeldt, ein Fairnessgebot. Weiter
Bisherige Dialogrunden:
5. November 2008 im Roten Rathaus in Mitte zum Thema: Stellung der Religionsgemeinschaften im politischen Gemeinwesen und ihrer Verantwortung für das Miteinander der Menschen in einer demokratischen Stadtgesellschaft (im Rahmen der Tage des interkulturellen Dialogs)
24. Februar 2009 in der Khadija-Moschee in Pankow zum Thema: Umgang mit konfessionalisierten Konflikten am Beispiel von Moscheebaukonflikten.
19. Mai 2009 von 18 bis 20 Uhr im Centre Francais im Wedding zum Thema: Islamismus in Berlin. Klärung des Begriffs - islamistische Organisationen, Strömungen und Grauzonen - Umgang mit Islamisten, ihrem Umfeld und ihren Organisationen. Referentin: Claudia Schmid, Leiterin des Berliner Verfassungsschutzes.
21. Juli 2009 in den Räumlichkeiten des SPI in der Voltairestraße 3 (nähe Alexanderplatz): Außerordentliches Treffen zur Klärung der gemeinsamen Interessen, Ziele und Themen der Dialogrunde.
Dialogreihe Integration und Religion
Thema: Islamismus
19.05.09 im Centre Francais Berlin
Am 19.05.09 hat im Centre Francais die dritte Landesweite Dialogrunde Integration und Religion stattgefunden. Nachdem sich die ersten beiden Runden mit Fragen der Rolle der Religion im Migrations- und Integrationskontext sowie den Bedingungen und Voraussetzungen gelungener Gemeinwesenintervention bei Moscheebaukonflikten beschäftigten, widmete sich die dritte Dialogrunde dem Thema Islamismus. Als Gastreferentin gab die Leiterin des Berliner Verfassungsschutzes Frau Schmid einen kurzen Überblick über die Definition von Islamismus, die Organisationen, Spektren und Strömungen in Berlin.
Die Ausführungen seitens Frau Schmid verdeutlichen, dass eine Unterscheidung von Islam und Islamismus sowie eine klare Definition von Islamismus unbedingt geboten ist, da eine Einstufung als islamistische Organisationen durch den Verfassungsschutz durchaus auch rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann. Unterschieden wird dabei zwischen gewaltbereiten, gewaltorientierten und legalistischen islamitischen Organisationen. Unter den legalistischen islamistischen Organisationen finden sich Organisationen wie Milli Görüs, Muslim Bruderschaft und salafitische Gruppierungen. Dabei ist eine personelle Verflechtung zwischen den verschieden Organisationen zu beobachten.
Trotz alledem sollte eine Einbindung auch von legalistischen islamistischen Organisationen durch Dialogangebote angestrebt werden. Diese müssten sich jedoch von Gewalt und Terrorismus distanzieren.
Fragen und Anmerkungen aus der Runde: Säkularismus und Religion
Bei der Beurteilung und Bewertung von religiösen Einrichtungen und Organisationen sei ihr Verhältnis zum Säkularismus von entscheidender Bedeutung. Oft würden Vertreter islamistischer Organisationen durchaus liberal auftreten. Dabei zeige sich, dass in der Auseinandersetzung mit islamistischen Positionen ein sicherheitspolitischer Fokus die Debatte verengt. Die alleinige Beurteilung nach Sicherheitsaspekten führe dazu, dass einige Organisationen - wie z.B. der Verein Inssan - als bedenkenlos eingestuft werden.
Innerislamischer Dialog
Die Notwendigkeit eines innerislamischen Dialogs wird hervorgehoben. Bestehende Ansätze sollten besser kommuniziert werden.
Fragen zum Salafismus
Es wird die Frage aufgeworfen, welche Institutionen zuständig sind, wenn junge Menschen in islamistische Kreise abdriften. Viele junge Muslime sind mit den meisten Imamen unzufrieden, da diesen häufig Kenntnisse über Lebensrealitäten von jungen Menschen fehle. Diese Lücke wird in letzter Zeit vor allem von salafitischen Einrichtungen und Imamen gefüllt. Junge Menschen seien in erster Linie auf der Suche nach Anerkennung. Von allen Anwesenden wird der Bedarf von Beratungsstellen für Ausstiegswünsche und für betroffene Familien und Eltern formuliert.
Beratungsangebote für Eltern
Insgesamt lässt sich feststellen, dass es deutliche Defizite an entsprechenden Beratungsstellen gibt.
Eine professionelle Beratung könne betroffenen Eltern helfen, die pauschale Angst zu nehmen, dass ihr Kinde in terroristische Netzwerke abdriftet, wenn es dem Islam beitritt. Ein differenzierter Blick ist nötig, um zu einer realistischen Einschätzung zu kommen.
Dialog mit Sicherheitsbehörden
Gegenangebote seitens säkular orientierter Muslime könnten ein Abdriften vor allem von jungen Menschen in islamistische Kreisen vorbeugen. Besonders hervorzuheben ist ebenfalls ein Austausch zwischen islamischen Organisationen und den Sicherheitsbehörden. Die anwesenden Vertreter von islamischen Einrichtungen geben zur Kenntnis, dass ihre Einrichtungen in der Regel nicht von extremistischen Personenkreisen aufgesucht werden, so fehle der Erfahrungswert, wie in einem solchen Fall zu agieren sei.
Dialogangebote
Grundsätzlich stellt sich die Frage, wer in einen Dialog einzubinden ist und wie dieser Prozess zu gestalten ist. Als positives Beispiel für gelungene Kommunikation wird der Umgang mit dem Moscheebauvorhaben in Duisburg-Marxloh benannt, besonders hervorzuheben ist dabei die frühzeitige Kommunikation seitens der Kommune.
Moscheebauvorhaben
Fragen und Bedenken seitens der Anwohner sollten jedoch auch bei einer frühzeitigen Kommunikation und entsprechenden Dialogangeboten ernst genommen werden. Zum Beispiel sei es legitim, nach der Größe der geplanten Einrichtung zu fragen. Hilfreich habe sich eine professionelle Begleitung von lokalen Kommunikationsprozessen erwiesen. Bei den Auseinandersetzungen rund um Moscheebauvorhaben, den Fragen des Rechtsanspruchs und Fragen nach dem Bebauungsplan zeige sich, dass, unabhängig vom Bau oder Nichtbau, die Notwendigkeit des gesellschaftlichen Diskurses bliebe.
Misslungene Gegenmaßnahmen
Es wird angemerkt, dass vor allem die Antimoschee- und Antiislamisierungsbewegung, wie Pro Deutschland oder Pro Köln, die Islamisten stärken würden. Im Zuge der Pro Köln Demonstration hat sich eine Initiative „Muslime gegen Rechts“ gebildet, dabei würde es sich um ein salafitisches Forum handeln.
Zweite landesweite Dialogrunde „Integration und Religion“
Der Berliner Moscheebaukonflikt in Pankow-Heinersdorf 2006 hat gezeigt, dass die Menschen vor Ort auf die Herausforderungen einer demokratischen Stadtgesellschaft unterschiedlich reagieren. Einzige Möglichkeit für Verständnis, Annäherung und tolerantes Miteinander zwischen den Interessengruppen ist der kontinuierliche Dialog.
Die Dialog-Runden fortzusetzen, war auch unbedingter Wunsch der ersten Gesprächsrunde "Integration und Religion" Anfang November 2008 im Rahmen der "Tage des interkulturellen Dialogs" im Roten Rathaus.
Deshalb lud das Mobile Beratungsteam »Ostkreuz« Ende Februar zur zweiten berlinweiten Dialogrunde „Integration und Religion“ ein, die auf dem Moscheegelände der Ahmadiyya Muslim Gemeinde in Pankow-Heinersdorf stattfand. Im Mittelpunkt der Diskussion standen Konflikte um Moscheeneubauten. Eine ausführliche Dokumentation folgt in Kürze.
Die Dialog-Runden geben Gelegenheit, sich regelmäßig über aktuelle, grundsätzliche und auch umstrittene Fragen und Thesen im Themenfeld Integration und Religion auszutauschen. Ein längerfristiger Dialogprozess zwischen Vertretern und Vertreterinnen aus Politik, Religion und Zivilgesellschaft wird dabei angestrebt.
Projektinfo
»Ostkreuz« ist das Mobile Beratungsteam (MBT) für Demokratieentwicklung, Menschenrechte und Integration der Stiftung SPI Berlin.
Seit Gründung 2001 sind die zentralen Anliegen des MBTs »Ostkreuz« die Gestaltung des gesellschaftlichen Miteinanders in der pluralistischen Einwanderungsstadt Berlin sowie die Auseinandersetzung mit Ideologien und Kampagnen, die eine Ungleichheit und Ungleichwertigkeit von Menschen nach Gruppenzugehörigkeiten behaupten.
Als Beratungsfachdienst berät, begleitet und unterstützt das MBT »Ostkreuz« lokale Akteure, Institutionen, Organisationen und Initiativen in einem wertschätzenden Umgang mit der Vielfalt verschiedenerer Milieus, Kulturen und Lebensstile, der Diskriminierung und Ausgrenzung überwindet, gegenseitigen Respekt fördert und gruppenübergreifenden Zusammenhalt festigt.